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Das Schneiden der Olivenbäume
Im Frühjahr, meist ab Februar, wenn die Gefahr von nächtlichem Frost gebannt ist, beginnen wir mit dem Schneiden der Bäume. Ideal sind dafür die Zeitfenster des absteigenden Mondes. Als Grundlage dient uns der Aussaatkalender von Maria Thun. In diesen Phasen, die auch Pflanzzeit genannt wird, wurzeln Pflanzen und Bäume gut und der Saftanstieg ist gering. Der Olivenbaum unterliegt einer genetisch bedingten Alternanz. Das heißt, dass in der Regel einem Jahr mit reicher Ernte ein Jahr mit geringerem Blattwuchs und somit mit einem geringeren Potential für die Fruchtbildung folgt. Dieser alternierende Zyklus wird gerne auch für das Schneiden der Bäume berücksichtigt, das heißt, die Bäume werden alle zwei Jahre geschnitten. Für uns bedeutet dies, jedes Jahr ca. 150 Bäume schneiden. Die Olivenbäume brauchen viel Luft und Sonne. Zudem ist es für die Handernte wichtig, dass die Bäume nicht zu hoch wachsen. Beim Schnitt der Bäume wird deshalb nicht nur das dichte, gelegentlich auch dürre Gezweig, welches nach innen wächst, entfernt, sondern auch immer auf die Höhe des Baumes geachtet.
Nach dem Schneiden sehen die Bäume oft ganz kahl aus. Wir durften aber selbst erleben, was der alte Spruch meint, wenn der Olivenbaum sagt: ‘Mach mich arm und ich mach dich reich’. Die Zeit des Schneidens zieht sich sich über Wochen hin. Daher ist es auch möglich, außerhalb einer Gruppe in Verbindung mit Ferien auf der Podere Usignolo beim Schneiden der Bäume mitzuwirken.
Die Arbeit des Bäumeschneidens erfordert von unseren Olivenfreunden keine Vorkenntnisse. Was Sie mitbringen, sind Freude an der Natur, die Bereitschaft, in einer kleinen Gruppe zu arbeiten und sich auf die knorrige Bekanntschaft dieser wunderbaren Bäume einzulassen.
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